Krallen schneiden Bei den meisten Hunden müssen regelmäßig die Krallen gekürzt werden. Gerade Hunde, die weniger auf Asphalt und mehr im Gelände laufen, wetzen sich die Krallen nicht ausreichend beim Spazierengehen ab.
Wie oft das gemacht werden muss, muss im Einzelfall entschieden werden - bei manchen Hunden wachsen die Krallen schneller, bei manchen langsamer.
Es kann sein, dass man fast wöchentlich schneiden muss und es gibt auch Hunde, deren Krallen nie geschnitten werden müssen.

Auf der folgenden Abbildung kann man sehen, was passiert, wenn die Krallen zu lang werden.

links: gesunde Ausrichtung bei normaler Krallenlänge

rechts: abgewinkelte Ausrichtung wegen zu langer Krallen

Zu lange Krallen haben nicht nur diese verheerende Auswirkung auf die Zehenhaltung, es ist auch schmerzhaft für die Hunde.

Viele Leute haben Angst, die Krallen zu schneiden und ihre Hunde dabei zu verletzen. Man hat natürlich einerseits die Möglichkeit, das Krallenschneiden Jemandem zu überlassen, der Erfahrung hat, wie z.B. dem Tierarzt. Man kann es aber auch wirklich sehr gut selbst lernen.
Am besten fängt man schon mit dem Welpen an, dass man mit ihm übt, stillzuhalten, wenn Körperpflege durchgeführt werden soll. Man nimmt immer wieder die Pfote in die Hand und schaut sich intensiv für ein paar Sekunden die Krallen an. Der junge Hund muss dabei stillsitzen - eventuell macht man es zu Zweit und eine Person hält den Hund etwas fest.
Auf diese Art und Weise wird es aber für den jungen Hund schnell selbstverständlich, dass er "untersucht" wird und dass man dabei stillsitzen muss. So tastet man sich vorsichtig an das erste Schneiden der Krallen heran.

Wo schneide ich nun die Kralle am besten ab?

Wie auf der Abbildung zu sehen, schneide ich am besten erst einmal das allervorderste, stark gebogene Stück ab. Dann kann ich an der Schnittstelle schauen, ob ich bis an das mitten durch die Kralle verlaufende "Leben" herangekommen bin. Das ist so eine gallertartige Masse, die schwarz ist. Die Kralle selbst ist innen weiß. So kann man es gut erkennen.
Blicke ich von vorn auf die Schnittstelle und alles ist weiß, schneide ich noch ein kleines Stückchen ab. Erkenne ich danach in der Mitte der Schnittstelle einen schwarzen Punkt, habe ich genau richtig abgeschnitten.
Sollte man einmal etwas zu weit abgeschnitten haben und die Kralle blutet, kann man die Kralle in ein schnell wirksames blutstillendes Pulver halten.
Aber, wenn man sich vorsichtig Stückchen für Stückchen bis an das "Leben" heranschneidet, kann auch nichts passieren.

Wichtig ist natürlich auch eine vernünftige Krallenzange, die gut in der Hand liegt und nicht zu klein ist.